2. CUPA Workshop
Datum: 22.06.2011
Ort: Lemberg
TINA VIENNA Veranstaltung
Nach dem ersten erfolgreichen Workshop des Projektes CUPA (Co-operative Urban Planning Approaches) im September 2010 in Bratislava, fand der zweite Workshop von 20. bis 22. Juni 2011 in Lemberg (Ukraine) statt. Bei diesem Workshop ging es darum, gemeinsam Lösungen für das Stadtentwicklungsgebiet um das in Bau befindliche EURO 2012 Stadion zu erarbeiten.
In seiner Eröffnung unterstrich der Bürgermeister der Stadt Lemberg, Andri Sadowyj, die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung des Areals um das EURO 2012 Stadion, um einen Stadtteil zu schaffen, der auch nach Abhaltung der Europameisterschaft von der Bevölkerung angenommen und genutzt wird.
Ziel des Workshops war es somit, gemeinsam eine nachhaltige Vision für die Entwicklung dieses Areals zu erarbeiten und mögliche Umsetzungsschritte zu diskutieren. „Wie können Nutzungen und Funktionen aussehen, die auch nach der Veranstaltung der EURO 2012 Leute in das Gebiet bringen?", war eine der zentralen Fragestellungen des Workshops.
Zur Erklärung der lokalen Probleme und Herausforderungen für die PlanerInnen, die am Workshop teilnahmen, präsentierten MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung Lemberg den Masterplan für das Areal sowie die zugrundeliegenden Überlegungen. Dieser Plan sieht für das im Süden der Stadt gelegene Areal einen Freizeitpark, eine Eishalle, ein Shoppingcenter, ein Ausstellungs- und Messegelände sowie Verwaltungseinrichtungen vor.
Die Präsentation von Fallbeispielen zum Thema Stadionbau für internationale Großereignisse, gab den TeilnehmerInnen Einblick in die Herangehensweise anderer Städte an solche Herausforderungen. Rolf Rammensee vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung Stadtentwicklungsplanung aus München präsentierte die Überlegungen sowie das Konzept der Stadt München zum Bau der Allianz Arena. Terri Fuglem von der University of Manitoba, Winnipeg erläuterte die Situation in den Städten Calgary und Montreal nachdem diese Austragungsorte für Olympische Spiele waren. Im Gegensatz zu Calgary, wo die damals geschaffenen Sportstätten noch genutzt werden, erzielten die Olympischen Spiele von Montreal für die Stadt nicht die gewünschten Impulse.
Den Abschluss des Workshops bildete eine gemeinsame Sitzung bei der die Workshop-Ergebnisse dem Bürgermeister und MitarbeiterInnen der Stadt Lemberg präsentiert wurden.
Das Projekt CUPA wird Rahmen des Städtenetzwerkes DonauHanse, gemeinsam von TINA VIENNA und der Magistratsabteilung 21B, mit Unterstützung der Magistratsabteilung 27, abgewickelt und besteht aus einer Reihe von Workshops bei denen multidisziplinäre Teams aus den teilnehmenden Städten Wien, Bratislava, Krakow, Lublin, Novi Sad, Vidin, Lemberg und Odessa an gemeinsamen Lösungen in spezifischen Stadtplanungsthemen arbeiten. Das Ziel eines Workshops ist es neue Sichtweisen in die lokale Planung durch Inputs von ExpertInnen mit unterschiedlichen planerischen Hintergründen und Erfahrungen aufzunehmen und so neue Impulse für die ExpertInnen vor Ort zu geben.
Das Format des Workshops, welches im INTERREG IIIC Project MILUnet entwickelt wurde, sieht eine Analyse der Situation an Hand folgender Kriterien vor: Identity, Connectivity, Critical Mass, Human Scale, Promotion & Marketing und Process. Nach einer Analyse der IST-Situation werden darauf aufbauend Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise formuliert und dargestellt.
Als Mitentwickler des Workshopformates im Projekt MILUnet moderierten Volkmar Pamer (Magistratsabteilung 21B), Huibert Haccou (Managing director of the International Intervision Institute), Femke Haccou (City of Amsterdam, Department for Spatial Planning), Martijn Kramer (Managing director of the International Institute for the Urban Environment, Delft) und Elsbeth van Hylckama Vlieg (Former Secretary General of the International Federation for Housing and Planning, The Hague) die Gruppen und unterstützten diese durch ihre große Erfahrung im Bereich der Stadtplanung. Von Seiten TINA VIENNA nahm DI Markus Damm am Workshop teil.
Die Dokumentation des Workshops kann unter www.donauhanse.net abgerufen werden.
Kontakt
DI Markus Damm
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Fax +43 1 4000 7997
markus.damm@tinavienna.at