Best Practices Hub - Wien

Part of the solution - das UN-HABITAT Best Practices Hub der Stadt Wien

Slums oder informelle Siedlungen, durch Kriege zerstörte Städte, wie Bagdad oder Sarajewo, StadtbewohnerInnen ohne Anschluss an Wasser und Sanitäreinrichtungen, das sind die Tätigkeitsfelder, für die die UN-Organisation UN-HABITAT im Rahmen der von den Vereinten Nationen definierten Millennium-Entwicklungsfelder ihr Mandat hat. Aber auch, genereller, die nachhaltige Stadt. Die Städte also, die seit einigen Jahren nun die Lebensform sind, in der die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt.

Aufzuzeigen, dass Städte aber nicht nur Probleme beherbergen, sondern seit Jahrhunderten für viele Menschen mit Hoffnungen auf ein besseres und freieres Leben verknüpft sind, ist eines der Ziele des UN-HABITAT Best Practices and Local Leadership Programms. Um die vielen sozialen und technologischen Innovationen, die in den Städten des Globus täglich stattfinden, zu sammeln und das darin enthaltene Wissen für andere zugänglich zu machen, wurde es 1996 ins Leben gerufen. Das Best Practices and Local Leadership Programm ist ein Partnernetzwerk. Es besteht aus 26 Partner-organisationen, die alle Bereiche der zivilen Gesellschaft umfassen: Regierungen, städtische Verwaltungen, NGOs, akademische Institutionen und Private.

Best Practices sind laut Definition der UN, innovative Programme, deren Auswirkungen bereits zu sehen sind und evaluiert wurden, die in Partnerschaften mit den Betroffenen durchgeführt wurden und die eine Verfahrensnachhaltigkeit besitzen, also finanziell, ökologisch und sozial zukunftsfähig sind. Best Practices werden seit mehr als zehn Jahren weltweit gesammelt, in einer Datenbank zusammengefasst und bilden die Grundlage für die technische Expertise, die UN-HABITAT den Städten zur Verfügung stellt.

Die Stadt Wien ist seit 1999 Partnerin des Practices Programms von UN-HABITAT. Sie ist innerhalb des Partnernetzwerks das technische Zentrum für städtische Umwelttechnologien und das regionale Zentrum für Mittel- und Osteuropa.

In zehn Jahren Arbeit mit Best Practices entstand mit dem Wiener Best Practices Zentrum ein Wissensspeicher rund um städtische Lösungen. Mit der Integration bei TINA VIENNA soll aus diesem Speicher nun ein modernes Zentrum für Wissensmanagement werden. An der Basis der Expertise von TINA VIENNA stehen mehr als 3.000 evaluierte städtische Programme, die innovative Lösungen in den verschiedenen Städten der Welt darstellen, sowie ein Partnernetzwerk aus 25 Institutionen, die mit diesen Programmen international arbeiten. Wie Innovation in den einzelnen Städten stattgefunden hat, was die Erfolgsfaktoren für ungewöhnliche Kooperationen waren und ob diese Programme dann wirklich den erwünschten Effekt haben, kann mit Hilfe des Best Practices Zentrums ein sowohl informativer als auch erstaunlich vielseitiger Einstieg in die Konzeption städtischer Programme sein.

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Die Stadt Wien ist seit 1999 Partnerin im Best Practices and Local Leadership Programm von UN-Habitat. In diesem Sinne dient der Best Practices Hub Vienna der Förderung des Austauschs von Erfahrungen, Expertise und Wissen auf dem Gebiet der nach-haltigen Siedlungspolitik. Der Wiener Hub ist regional für Mittel- und Osteuropa zuständig, thematisch ist er als Zentrum für städtische Umwelttechnologie ausgerichtet.
Die vorrangige Aufgabe des Hubs ist die regionale Abwicklung des Dubai Awards, der alle zwei Jahre mit einer weltweiten Aus-schreibung die Best Practices der nachhaltigen Siedlungs-entwicklung ermittelt. Zu den Aufgaben des Hubs zählen zudem die Kontakt-pflege mit den PartnerInnen der Region, der periodische Austausch mit den ProgrammpartnerInnen und die aktive Mitarbeit in den relevanten Gremien von UN-Habitat.
Anfang 2009 erfolgte die operative Integration des Best Practices and Local Leadership Programmes bei TINA VIENNA.

 

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