Corridor Monitoring
Monitoring on the Status of the Pan-European Transport Corridors and Transport Areas
Das Gesamteuropäische Verkehrsnetz wurde im Rahmen von drei Gesamteuropäsichen Verkehrskonferenzen entwickelt. Das Ergebnis der ersten Gesamteuropäischen Verkehrskonfernz in Praha 1991 war das sogenannte Korridorkonzept. Bei der zweiten Gesamteuropäischen Verkehrskonferenz in Kreta 1994 entwickelten die Länder von West-, Zentral- und Osteuropa neun Langstreckenkorridore, die bei der Entwicklung der Infrastruktur Priorität haben. Bei der dritten Gesamteuropäischen Verkehrskonferenz in Helsinki im Juni 1997 wurde ein zehnter Korridor und die Gesamteuropäischen Verkehrsregionen für die Seeregionen hinzugefügt.
Diese multi-modalen Korridore, die sogenannten Helsinki-Korridore, haben eine Gesamtlänge von ungefähr 48.000 km, von denen 25.000 km Schienennetz sind und 23.000 km Straßennetz sind. Flughäfen, See- und Binnenhäfen und Hauptterminals dienen als Knoten zwischen den Verkehrsträgern entlang dieser Langstreckenverbindungen zwischen den zentral- und osteuropäischen Ländern.
Die Entwicklung der Korridore und Regionen sollte mit den gemeinschaftlichen Leitlinien für den Aufbau eines Transeuropäischen Verkehrsnetzes übereinstimmen.
Für die meisten Korridore und Regionen wurde unter den teilnehmenden Ländern ein Memorandum of Understanding (MoU) auf Verkehrsministerebene gemeinsam mit der Europäischen Kommission unterzeichnet. Dies ist eine freiwillige Verpflichtung unter den Teilnehmern und beinhaltet keinerlei rechtlichen Charakter, aber zeigt die Absicht der Partner gemeinsame Anstrengungen zur Entwicklung des Gesamteuropäischen Verkehrsnetzes zu unternehmen. Diese Memoranda of Understanding empfehlen, unter anderem, einen Lenkungsausschuss einzurichten, der die notwendigen Aktivitäten förderte und deren Fortschritt überwacht.
Im Rahmen der Gesamteuropäischen Verkehrskonferenzen wurde als eine der Aufgaben für die Arbeitsgruppe Verkehr der G24 festgelegt, den Status der Entwicklung der Gesamteuropäischen Verkehrskorridore und -regionen zu dokumentieren. Die Europäische Kommission hat daher das ehemalige TINA Sekretariat gebeten, die Arbeiten der verschiedenen Arbeitsgruppen und der Lenkungsausschüsse der zehn Helsinkikorridore und der vier PETrAs zu verfolgen, um diese Informationen zu sammeln und in einem Bericht zusammenzufassen.
TINA Vienna hat im Rahmen von mehreren Aufträgen mit der Europäischen Kommission Berichte über den Status der Gesamteuropäischen Verkehrskorridore und der -regionen für die Jahre 1998 bis 2001 erstellt.
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DI Rainer Müller
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