Delegation der Wiener Baudirektion in Krakau

Datum: 20.08.2009
Ort: Krakau
TINA VIENNA nimmt teil

Im Rahmen der von den Bürgermeistern der Stadt Wien (Dr. Michael Häupl) und der Stadt Krakau (Prof. Jacek Majchrowski) am 16. Juni 2009 unterschriebenen Kooperationsvereinbarung hat eine Wiener Delegation, unter Leitung der Wiener Stadtbaudirektorin DI Brigitte Jilka, MBA, von 20. bis 21. August 2009 die Stadt Krakau besucht, um die inhaltliche Zusammenarbeit der nächsten vier Jahre zu konkretisieren.
An dem Besuch, der durch das Compress Verbindungsbüro der Stadt Wien in Krakau vorbereitet und begleitet wurde, nahmen von Wiener Seite auch Ing. Hannes Gluttig (Stadtbaudirektion), DI Alexandra Vogl MSc (TINA VIENNA) sowie Ing. Mag. Peter Levit, MSc, Mag. Doris Hemrich und DI Krzysztof Nowak (Compress) teil.

Ein Schwerpunktthema in den Gesprächen stellte u. a. die Krakauer Abfallwirtschaft dar, da Wien in diesem Bereich als Vorbild gesehen wird. Beispielsweise liegt bereits eine Machbarkeitsstudie für eine Müllverbrennungsanlage nach Wiener Vorbild inklusive Fernwärme in Krakau vor und eine verstärkte Zusammenarbeit auf diesem Gebiet ist auf beiden Seiten von großem Interesse.
Weiters wurden die Aktivitäten der polnischen Stadt im Bereich thermischer Sanierung und Energieeffizienzprogramme diskutiert und von Wiener Seite auch die steigende Bedeutung der Life-Cycle-Cost Betrachtung thematisiert.
Für den in Krakau geplanten Umflutkanal wurde von TINA VIENNA bereits eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, deren Ergebnisse auch von zwei externen Instituten bestätigt wurden. Dieses Projekt, das bereits 1903 zum ersten Mal angedacht wurde, soll zum Hochwasserschutz und zur Aufwertung des Stadtgebiets (See für Freizeit- und Erholungsnutzung, Entstehung eines Wohngebiets) beitragen.
Im Bereich des städtischen Verkehrs wurde über die Spitzenbelastung des öffentlichen Personennahverkehrs in Krakau sowie den geplanten Ausbau der Schnellstraßenbahnen in Krakau gesprochen. Weiters wurden die aktuellen Entwicklungen im Bereich „E-Mobility" diskutiert.
Von Krakauer Seite wurden Gebäudeentwicklungsprojekte, wie beispielsweise das bereits errichtete Kongresszentrum sowie Pläne für ein Museum für zeitgenössische Kunst, eine Mehrzweckhalle und den Ausbau des Flughafen vorgestellt.
In Bezug auf die weitere Zusammenarbeit der beiden Städte wurde angedacht, die Kooperation der Universitäten zu erweitern und auch im Kulturbereich verstärkt zusammenzuarbeiten. Zudem besteht im Falle einer positiven Entscheidung für Krakau als Austragungsort der Fußball Europameisterschaft 2012 von polnischer Seite großes Interesse an den Wiener Erfahrungen in der Organisation und Abwicklung dieser Großveranstaltung.

Mit diesem Wiener Besuch der Stadt an der Weichsel, bei dem VertreterInnen der Krakauer Stadtverwaltung und Betriebe getroffen und Themenbereiche und mögliche gemeinsame Projekte besprochen wurden, wurde der Start für die inhaltliche Zusammenarbeit im Rahmen des Städtekooperationsabkommens gelegt.

 

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