Donauhanse

Die Donau ist seit Menschengedenken Verkehrsweg und Handelsstraße, Grenze und Völker verbindendes Band, Ort der Begegnung und Schicksalsstrom zugleich. Trotz aller Gegensätze und einer historisch oft konfliktreichen Vergangenheit schafft der Strom immer wieder den Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Völkern, Religionen und Kulturen. Gerade nach der Umbildung der Machtverhältnisse in Europa, dem Fall des „Eisernen Vorhangs" und letztlich der EU-Erweiterung, ist die Donau als einigendes Band in der Lage, Städte und Regionen in einem Raum, in dem mehr als 200 Millionen Menschen leben, weit über die heutigen EU-Grenzen hinweg zu verbinden.

Das Projekt DONAUHANSE, wurde finanziert von der Europäischen Kommission aus Mitteln von INTERREG IIIB CADSES, wird diesem Gedanken gerecht, indem es auf breiter Basis die Zusammenarbeit der Menschen in der Region fördert.

An diesem Projekt arbeiteten von 2003 - 2006 die Stadt Wien, das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, die ARGE Wirtschaftsregion Donaustädte und die Donau Niederösterreich Tourismus GmbH an einem gemeinsamen Ziel. Ein Städtenetzwerk, das für gleichartige Probleme sinnvolle Lösungsansätze mit größtmöglichem Nutzen für alle beteiligten Städte und Regionen entlang der Donau anbietet, entstand. Eine Untersuchung des Tourismusangebotes entlang der Donau zeigt neue Entwick-lungsmöglichkeiten für den Donau-Tourismus auf und eröffnet neue Chancen und zukunftsweisende Perspektiven für alle Projektpartner auf dem Gebiete des sanften Tourismus.

Ebenso ermöglichen Kooperationen auf der Wirtschafts- und Bildungsebene die Entwicklung eines länderübergreifenden Unternehmensnetzwerkes und die Publikation eines eigenen Donauführers. Zur Zeit ist die Donau als Verkehrsweg nicht genügend ausgelastet - 2/3 der Fracht werden westwärts transportiert und viele Schiffe fahren ostwärts leer. - Noch. Denn die stärkere Einbindung der Binnenschifffahrt in die Verkehrswirtschaft wird die Bedeutung der umweltfreundlichen Wasserstraße stärken. Die Untersuchung zur Gründung einer Befrachtungsinitiative soll zukünftig einen Beitrag zur Tonnageerhöhung auf der Donau leisten. Auf diese Weise rückt man dem Ziel eines nachhaltigen Güterverkehrs wieder ein Stück
näher.

Der Aufbau einer Datenplattform wird die Informationsstrukturen verbessern und die Basis für Kooperation und Kommunikation für Donaustädte bilden. Hier werden sich die Themen: Wirtschaft, Infrastruktur, Kultur und Tourismus wieder finden.

Das Projekt DONAUHANSE trägt einen wichtigen Anteil zur Zukunftsgestaltung des Donauraumes bei und setzt einen weiteren Schritt in Richtung funktionierende Städ-tenetzwerke und wirtschaftliche sowie kulturelle Zusammenarbeit in Europa weit über die derzeit bestehenden Grenzen der Europäischen Union hinaus.

 

Kontakt

DI Markus Damm
Tel. +43 1 4000 84268
Fax +43 1 4000 7997
markus.damm@tinavienna.at

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