Erster CUPA Workshop in Bratislava
Datum: 20.09.2010
Ort: Bratislava
TINA VIENNA Veranstaltung
Das Projekt CUPA (Co-operative Urban Planning Approaches), das im Oktober 2009 gestartet wurde, besteht aus einer Reihe von Workshops, bei denen multidisziplinäre Teams aus den teilnehmenden Städten Wien, Bratislava, Krakow, Lublin, Novi Sad, Vidin, Lviv und Odessa an gemeinsamen Lösungen zu spezifischen Stadtplanungsthemen arbeiten. Ziel der Workshops ist, neue Sichtweisen in die lokale Planung durch Inputs von ExpertInnen mit unterschiedlichen planerischen Hintergründen und Erfahrungen aufzunehmen und so neue Impulse für die ExpertInnen vor Ort zu geben.
CUPA wird im Rahmen des Städtenetzwerkes DonauHanse durch TINA VIENNA und die Wiener Magistratsabteilung für Stadtteilplanung und Flächennutzung Süd-Nordost (MA 21B) betreut.
Der erste Workshop des Projektes wurde von 20. bis 22. September 2010 von der Stadt Bratislava ausgerichtet. Die Eröffnung und Begrüßung der internationalen TeilnehmerInnen erfolgte durch Oberbürgermeister Dipl. Ing. Andrej Ďurkovský.
Da es sich bei dem Workshop um das erste Zusammentreffen der ProjektpartnerInnen handelte, wurden zu Beginn Problemgebiete der anderen Projektpartnerstädte vorgestellt, um einen Ausblick auf die noch folgenden Workshops zu geben und einen Vergleich der verschiedenen Probleme zu ermöglichen. Auch Abby Hall von der Environmental Protection Agency in Washington nahm teil, präsentierte die Aufgaben und Zuständigkeiten ihrer Abteilung und beteiligte sich an der Diskussion über die Problemstellung vor Ort.
Um einen Überblick über das Bearbeitungsgebiet dieses Workshops und die Probleme und Herausforderungen für die PlanerInnen zu erhalten, wurde das im Vorfeld erarbeitete „Problem Statement" durch MitarbeiterInnen der Stadt Bratislava vorgestellt und das betroffene Gebiet auch vor Ort besichtigt. Das zu bearbeitende Gebiet befindet sich im Südwesten der Stadt (Stadtteil: Petržalka) zwischen Donau und österreichisch-slowakischer Grenze. Die Herausforderung besteht in der (möglichen) Form der Zusammenarbeit mit den österreichischen Nachbargemeinden. Diese haben ihre Visionen für die Entwicklung des Gebietes auf österreichischer Seite bereits im Projekt KOBRA+ formuliert. Die Fragestellungen, die es aus Sicht der Stadt Bratislava zu diskutieren galt, waren ein im Rahmen des Projekts KOBRA+ geplanter, dem Grenzverlauf folgender Grüngürtel, die Wiederbelebung alter Donauarme im Gebiet, sowie die Verbindung dieser beiden Ideen.
Am zweiten Tag wurde in Gruppen ein funktionales Konzept für das Gebiet erstellt und der dabei ablaufende Prozess skizziert.
Das Format des Workshops, welches im INTERREG IIIC Project MILUnet entwickelt wurde, sieht eine Analyse an Hand gewisser Kriterien (Identität, Verbindungen, Kritische Masse, Menschlicher Maßstab, Promotion und Marketing, Prozess) vor. Darauf aufbauend werden Empfehlungen für eine weitere Vorgehensweise in den unterschiedlichen Bereichen formuliert und dargestellt.
Als Mitentwickler des Workshopformates im Projekt MILUnet moderierten Volkmar Pamer (Magistratsabteilung 21B), Huibert Haccou (Managing director of the International Intervision Institute), Femke Haccou (City of Amsterdam, Department for Spatial Planning), Martijn Kramer (Managing director of the International Institute for the Urban Environment, Delft) und Elsbeth van Hylckama Vlieg (Former Secretary General of the International Federation for Housing and Planning, The Hague) die beiden Gruppen und unterstützten diese durch ihre große Erfahrung im Bereich der Stadtplanung. TINA VIENNA war durch DI Markus Damm vertreten.
Die Ergebnisse der Arbeiten in den Gruppen, die mit den Vorstellungen der Stadt Bratislava für das Areal zum Teil übereinstimmen bzw. diese ergänzen, wurden Mitarbeitern der Stadt Wien in einer gemeinsamen abschließenden Sitzung präsentiert.
Als eines der Ergebnisse des Workshops wird ein Abschlussbericht mit der Zusammenfassung der Workshopergebnisse erstellt und an den Gastgeber des Workshops sowie die TeilnehmerInnen versandt.