Europatag zum Thema Sanfte Mobilität
Datum: 02.03.2010
Ort: Wien
TINA VIENNA nimmt teil
Die Wirtschaftskammer Österreich stellte den diesjährigen Europatag unter das Motto „Sanfte Mobilität". Zahlreiche TeilnehmerInnen kamen zur Veranstaltung am 2. März.
Von TINA VIENNA war DI Rainer Müller vertreten.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden gemeinsam mit dem ungarischen Verkehrsminister Peter Honig, WK-Vizepräsidentin KR Renate Römer, Generaldirektor der Europäischen Kommission, GD Mobilität und Verkehr (MOVE) Dr. Matthias Ruete, Vertretern des europäischen Parlaments und vielen weiteren hochrangigen Verkehrsexperten aus Politik und Wirtschaft Visionen für Schifffahrt und Eisenbahn diskutiert.
Dass die Verkehrspolitik vor großen Herausforderungen, vor allem unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation, steht, bestätigten alle TeilnehmerInnen. Dadurch kommt der Finanzierung zukünftiger Verkehrsinfrastruktur entlang des Transeuropäischen Netzwerks (TEN) und der Frage welche Verkehrskorridore und Strecken denn Priorität hätten, besonders Augenmerk zu. Ein wesentlicher Faktor ist dabei auch, wie von Matthias Ruete betont, eine „sanftere Form des Wirtschaftens und der Mobilität". Dies wird sich auch in der europäischen Verkehrspolitik, die derzeit neu erarbeitet wird und künftig auf den drei Säulen „Infrastruktur", „Integration des Binnenmarkts" sowie „nachhaltige Technologiepolitik" stehen soll, widerspiegeln.
Maßgeblich für die zukünftige Entwicklung ist daher, über Ländergrenzen hinweg, ein strategisches, koordiniertes und langfristiges Gesamtkonzept zu erarbeiten und Infrastrukturinves-titionen durchzuführen, die nicht in erster Linie nach überregionalen Gesichtspunkten ausgerichtet sind und die Vorteile einer Kombination aller Verkehrsträger berücksichtigen. Ein Beispiel dafür wäre der Ausbau der Schienenverbindung Ostsee-Adria, dem sogenannten Baltisch-Adriatischen-Korridor. Wien übernimmt dabei, durch die Anbindung an Ost-Westverbindungen (z.B. Paris - Wien - Budapest) im Hauptbahnhof Wien, aber auch als zentraler intermodaler Konten durch die Verknüpfung mit der Donau, eine wichtige Drehscheibenfunktion, wodurch Verkehre auf die umweltschonenden Verkehrsträger Schiene und Wasser verlagert werden können.
So muss es ein gemeinsames Ziel sein, das große Potenzial in den Bereichen Schifffahrt und Schiene zu nutzen und die Infrastruktur in der EU aber auch in Österreich den Erfordernissen des 3. Jahrtausends anzupassen.
Weiterführender Link und download der Präsentationen finden Sie hier.