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Entwicklung einer Bewertungsmethodik der Architektur von 1945 bis 1979
Im Rahmen dieses Projekts, das von der Stadt Wien, Magistratsabteilung 19 für Architektur und Stadtgestaltung und der Statutarstadt Brünn durchgeführt wird, soll ein Verfahren der Qualitätsbewertung von Bauwerken der Architekturperiode 1945 bis 1979 entwickelt werden. Dieser Leitfaden soll auch auf andere Städte übertragbar sein. Das Projekt ist aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, im Rahmen des Programms Europäische Territoriale Zusammenarbeit Österreich - Tschechische Republik 2007-2013 gefördert. TINA VIENNA ist für das Projektmanagement verantwortlich.
Ausgangssituation
Die Städte Wien und Brünn sind Teil der Europaregion CENTROPE, die günstige Standortbedingungen und damit dynamische Wachstumspotenziale aufweist. Die Lage an der ehemaligen politischen und wirtschaftlichen Bruchlinie in Europa hat zu einem großen Nachholbedarf bei der Vernetzung ökonomischer, sozialer, kultureller und infrastruktureller Beziehungen geführt. In Wien wurde 1972 ein erster Meilenstein in der Stadterhaltung mit der Möglichkeit zur Festlegung von Schutzzonen und der Einrichtung des Stadterhaltungsfonds gesetzt. Die fehlende Datenbasis für Entscheidungen veranlasste die Stadt Wien in den 1990er Jahren, eine Datenbank über die historisch bedeutenden Gebäude zu entwickeln. Mit der technischen Entwicklung wurden in Zusammenarbeit mit den Wiener Kulturabteilungen sowohl ein inhaltlicher Ausbau zu „Wiener Kulturgut" als auch die Präsentation der Daten im Internet umgesetzt. Dies dient der Verbesserung der Grundlagen, der Analyse, der Bewertung und der Überprüfung der bestehenden und neuen Schutzzonen.
Die Gebäude aus der Periode 1945 bis 1979 sind zur Zeit in keiner Katalogform erfasst. Ihre spezifische Qualität und die Bedeutung für das Stadtbild sind mit den klassischen bisherigen Mitteln der Denkmalpflege nicht analysierbar. Eine Veränderung an diesen Gebäuden wie z.B. eine Nutzungsänderung oder eine (thermische) Sanierung kann in vielen Fällen technische, strukturelle und gestalterische Problemstellungen hervorrufen.
In Brünn wird seit 2005 das GISMB (GIS der Stadt Brünn) als ein leistungsfähiges Instrument für Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Speicherung, Analyse und Präsentation von geographischen Daten aufgebaut. Es ist komplett in das Informationssystem der Stadt Brünn integriert. Ein Modell zur Erfassung und Bewertung historisch bedeutender Gebäude ist noch nicht Bestandteil des GISMB.
Dieses Projekt beabsichtigt der Stadt Brünn Einblicke in bestehende Wiener Systeme und Instrumentarien zu gewähren, um ähnliches in Brünn aufzubauen.
Generelle Projektziele
Mit dem zu erarbeitenden Verfahren der Qualitätsbewertung soll anhand von prototypischen Bauwerken unterschiedlicher Kategorien und zeitspezifischer Besonderheiten ein vorbildhafter Umgang mit der Architekturperiode 1945 bis 1979 entwickelt werden.
Durch die „Verknüpfung" der Gebäude zweier ähnlicher und doch unterschiedlicher Städte kann diese Bewertung beispielgebend national und international eine Vorbildwirkung erzielen und als Leitfaden allgemein - unter Berücksichtigung ortsspezifischer Merkmale - Verwendung finden und damit auch auf andere europäische Städte übertragbar sein.
Spezifische Projektziele
- Erarbeitung eines Verfahrens zur Qualitätsbewertung für die Architektur zwischen 1945 und 1979 unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kategorien und zeitspezifischer Besonderheiten
- Durchführung eines modellhaften Tests der Qualitätsbewertung anhand von prototypischen Gebäuden unterschiedlicher Kategorien und mit zeitspezifischen Besonderheiten in Wien und Brünn
- Qualitätssicherung durch einen projektbegleitenden Beirat
- Verortung der Gebäude und Aufbau einer Objektdatenbank mit Hilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) sowie deren Publikation im Internet
- Erstellung einer Broschüre, eines Folders und einer Ausstellung zum Verfahren der Qualitätsbewertung von prototypischen Gebäuden der Periode 1945 bis 1979 in Wien und Brünn
- Durchführung einer internationalen Tagung
Projektpartner
- Stadt Wien, Magistratsabteilung 19 für Architektur und Stadtgestaltung
- Statutarstadt Brünn
Laufzeit
03/2010 - 09/2012
Unsere Rolle
TINA VIENNA Urban Technologies & Strategies GmbH hat die Projektpartner in der Vorbereitung und Abwicklung der Projekteinreichung im Programm „Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) Österreich - Tschechische Republik 2007-2013" unterstützt.
Nach erfolgreicher Genehmigung des eingereichtes Projektes ist TINA VIENNA verantwortlich für
- das Projektmanagement,
- die organisatorische Unterstützung bei der inhaltlichen Projektbearbeitung sowie
- die Öffentlichkeitsarbeit.