Magistrale
„Magistrale für Europa"
Mit der Bezeichnung „Magistrale für Europa" ist der rund 1.500 km lange Eisenbahnkorridor gemeint, der Paris via Strasbourg - München - Wien mit Budapest verbindet. Geographisch liegt diese Achse in der Mitte zwischen Nordsee und Mittelmeer und stellt eine zentrale West-Ost Verbindung in Europa dar. Wie Perlen entlang einer Kette verbindet die Magistrale Städte und Agglomerationen von wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung: Paris, Reims, Nancy, Metz, Strasbourg, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg, München, Salzburg, Linz, St.Pölten, Wien, Györ, Budapest. Geschichte und Entwicklung aller genannten Städte waren und sind immer eng verbunden mit der Entwicklung der Verkehrswege. Der Weg entlang der Magistrale wird seit Jahrhunderten genutzt, um Güter, Personen und Gedanken auszutauschen. Deshalb ist die „Magistrale für Europa" mehr als nur ein Schienen-Transportweg, sie schafft die Verbindung von Städten und Regionen mit über 35 Millionen Einwohnern und 16 Millionen ArbeitnehmerInnen in fünf EU-Mitgliedsländern. In der Folge soll diese Verbindung bis Belgrad und darüber hinaus weitergeführt werden.
Die Initiative "Magistrale für Europa" wurde 1990 von Städten, Regionen, Industrie- und Handelskammern entlang der Schienenachse Paris-Budapest gegründet - mit dem Ziel einer raschen Modernisierung dieser Verbindung. Ihr Ausbau zur Hochleistungsverbindung ist auch eine wesentliche Voraussetzung für die rasche ökonomische, politische und kulturelle Integration von Ost- und Westeuropa.
Die Bürgermeister der Hauptstädte Paris, München, Wien, Budapest und Belgrad treten für den raschen Ausbau dieser Bahnverbindung zu einer Hochleistungsstrecke ein, da es in Europa keine leistungsfähige Wirtschaft ohne leistungsfähige Verkehrsnetze geben kann. Für Wien steht dabei auch die Entwicklung des Schienenknotens Wien und dessen Zulaufstrecken im Vordergrund. Die Bedeutung der „Magistrale für Europa" und die Notwendigkeit eines koordinierten Ausbaus und dessen Finanzierung wird auch durch die Einstufung der Achse als prioritäres Projekt (PP 17) im Transeuropäischen Verkehrsnetz deutlich.
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DI Rainer Müller
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