Metrosystem Belgrad – U-Bahn vs. Stadtbahn – ExpertInnen-Workshop in Belgrad
Datum: 02.04.2009
Ort: Belgrad
TINA VIENNA Veranstaltung
Der Verkehrsmasterplan der Stadt Belgrad aus dem Jahre 2003 sieht den Bau eines „Capacity based Rail Systems" vor. Eine Ausschreibung zur Machbarkeit, Variantenuntersuchung und Erstellung erster Entwürfe schlägt die Errichtung eines Stadtbahnsystems (Light Rail) vor.
Durch Veränderungen der politischen Zielsetzungen auf nationaler Ebene wurde ein in den 70er und 80er Jahren entworfenes Projekt zur Errichtung eines U-Bahnvollsystems (heavy metro) wiederentdeckt und dem Stadtbahnsystem gegenüber gestellt. Nun steht, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation und der weiteren Stadtentwicklung, die Belgrader Stadtregierung vor der Entscheidung für eines der beiden Systeme.
Basierend auf den großen Erfahrungen Wiens mit beiden Systemen und den guten Beziehungen der beiden Städte, lud der Bürgermeister der Stadt Belgrad, Dragan Dilas, und der Stadtrat/Sekretär für Transport der Stadt Belgrad, Dragoljub Dakonović, Wiener ExpertInnen im April 2009 ein, basierend auf deren Erfahrungen in der Errichtung, im Betrieb, der Wirt-schaftlichkeit und den Auswirkungen auf die Stadtentwicklung, Empfehlungen zu beiden Varianten zu erarbeiten.
Im Rahmen von zwei Veranstaltungen, organisiert von TINA VIENNA und Bohmann Events, wurden die beiden Varianten von den Belgrader und Wiener ExpertenInnen (MA18 und Wiener Linien) in Belgrad diskutiert und entsprechende Empfehlungen ausgearbeitet. Begleitet wurden die ExpertInnengespräche auf stadtpolitischer Ebene von Stadtrat DI Rudolf Schicker, Stadtbaudirektorin DI Brigitte Jilka und DI Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding. Von Seiten der TINA VIENNA waren DI Alexandra Vogl und DI Rainer Müller vertreten.