PIANC 125 Jahre-Jubiläumsfeierlichkeiten
Datum: 13.09.2010
Ort: Nagoya, Japan
TINA VIENNA nimmt teil
Bereits am 25. März 1885 wurde der erste Binnenschifffahrts-Kongress (der Vorläufer von PIANC - Permanent International Association of Navigation Congresses) in Brüssel abgehalten. Den europäischen Staaten wurde damit ein Forum geboten, um international Informationen im Sektor auszutauschen und Best Practices zu nutzen.
PIANC steht nun für „Weltverband für Wassertransport-Infrastruktur" und ist das non-profit Forum, in dem internationale ExpertInnen zusammenarbeiten, um die Expertise für eine rentable, verlässliche und nachhaltige Infrastruktur für die Schifffahrt zu gewährleisten und das Wachstum des Wassertransports zu fördern. Es ist der führende Partner für die Regierungen und den privaten Sektor in Design, Entwicklung und Betrieb von Häfen, Wasserwegen und Küstengebieten sowohl im Binnen- als auch im Seeverkehr. Die Mitglieder bestehen aus den nationalen Regierungen, Gebietskörperschaften, Unternehmen und interessierten Einzelpersonen.
Japan (Teilnehmer seit 1908 und Mitglied seit 1977) ließ es sich nicht nehmen, diesen Festkongress zum 125 Jahr Jubiläum der PIANC in Asien auszurichten. Besonders wurde dies durch die Anwesenheit des Japanischen Thronfolgers, His Imperial Highness Kronprinz Naruhito, einem erklärten Freund der Schifffahrt, unterstrichen.
700 TeilnehmerInnen aus 41 Staaten verliehen dem Kongress internationale Bedeutung. Nach der Begrüßung durch den Thronfolger eröffnete Eric van den Ede, Präsident von PIANC International, den Kongress. Kernstück der Festsitzung war die Verkündung der „Nagoya Deklaration" zur Förderung der Binnenschifffahrt.
Im Anschluss an den Festakt beschäftigten sich zwei Seminare mit den Themen „Binnen- und Küstenschifffahrt und die Entwicklung der Regionen" sowie „Baggerungen und die Umwelt". Weiters fand das 64. Council-Meeting statt. In diesem bekräftigten die nationalen Vorsitzenden den Willen, PIANC auch weiterhin zum wichtigsten Partner für die relevanten Körperschaften wie die IMO (International Maritime Organisation) zu machen.
In den Referaten wurde vor allem darauf eingegangen, die Vorteile der Binnenschifffahrt darzustellen und klar zu machen, dass alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um diese Vorteile den potentiellen Kunden, aber auch den verantwortlichen Politikern klar zu machen. „How can we sell them" war die Devise.
Der deutsche Vorsitzende der EnviCom (Environment Commission), gab im Anschluss einen Überblick über die Organisation der umweltgerechten Baggerungen und Entsorgung des gebaggerten Materials während der letzten 15 Jahre und erläuterte auch die Zusammenarbeit mit den relevanten Umweltverbänden wie der WODA (World Dredging Association).
Für Wien sind die Arbeiten in den mehr als 150 Kommissionen von PIANC von Bedeutung, da man dadurch an die Best Practices herankommt, sei es bspw. der Ausbau moderner Güterverkehrszentren in den Häfen oder die Reinhaltung des Wassers in Marinas.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Binnenschifffahrt in Nagoya ein kräftiges Lebenszeichen von sich gab.
Wien und Österreich waren durch den Vorsitzenden des Pan-Europäischen Verkehrskorridors VII die Donau, gleichzeitig Vorsitzender von PIANC Österreich, Mag. Otto Schwetz, vertreten. TINA VIENNA hat das Sekretariat des Korridors inne.
