SMART RIVERS ´21 - The future of Inland Navigation

Datum: 13.09.2011
Ort: New Orleans, Lousiana, USA

Von 13. bis 16. September 2011 ging in New Orleans, Lousiana, USA die 5. Konferenz SMART RIVERS '21 über die Bühne, wobei das US Army Corps of Engineers und PIANC USA die Gastgeberrolle innehatten. Nach dem großen Erfolg der 2009-Konferenz in Wien war die „SMART RIVERS '21 Konferenz - New Orleans 2011" ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Binnenschifffahrt durch den atlantikübergreifenden Dialog.

SMART RIVERS '21 steht für das Bemühen bedeutender internationaler Organisationen und Unternehmen in Europa und den USA, der Binnenschifffahrt den ihr zustehenden und gewünschten Platz im Gesamtverkehrsaufkommen zu sichern und auszubauen. Deshalb haben die drei Unterzeichner des Kooperationsabkommens - von europäischer Seite die „Föderation der Europäischen Binnenhäfen - FEPI", „Korridor VII Management - TINA VIENNA" mit Unterstützung durch „via donau" und von amerikanischer Seite die „Ohio River Basin International Trade & Transportation System (ORBIT3S/PPC)" sowie die „Port of Pittsburgh Commission (PPC)" - ein formelles Programm etabliert, das der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung in folgenden Bereichen dienen soll:

  1. Austausch von Informationen über Binnenwasserstraßen und intermodalen Transport
  2. Verbesserung, Integration und Harmonisierung von Technologien der Binnenschifffahrt im Vorhinein,
  3. Förderung der wirtschaftlichen und beschäftigungspolitischen Strategien für eine nachhaltige Integration der Binnenschifffahrt in die intermodale, globale Supply Chain des 21. Jahrhunderts.

In der Zwischenzeit hat sich in den Vereinigten Staaten PIANC USA an die Spitze von SMART RIVERS gesetzt, was zur Folge hatte, dass auch PIANC Austria und in weiterer Folge PIANC International SMART RIVERS unterstützen. Auch das „US Army Corps of Engineers" ist zu einer wichtigen Trägerin der SMART RIVERS Initiative geworden.

Die nunmehr fünf Konferenzen - Pittsburgh 2004 (Gastgeber Port of Pittsburgh Commission, PPC), Brüssel 2006 (Gastgeber Föderation der Europäischen Binnenhäfen - FEPI), Louisville 2007 (Gastgeber PIANC USA) und Wien 2009 (Gastgeber Austria Tech, Hafen Wien und Stadt Wien) und News Orleans 2011 - haben in steigendem Maß die Fachwelt angesprochen. An der New Orleans Konferenz nahmen bereits mehr als 300 Personen aus allen betroffenen Bereichen des Binnenschifffahrtssektors (Industrie und Behörden, wissenschaftliche Experten, private und öffentliche Unternehmen) teil und tauschten in den mehr als 24 Workshops und 95 Vorträgen ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus.

Bei diesem Dialog EU - USA unter Beteiligung der chinesischen, russischen und lateinamerikanischen Wasserstraßen-Verwaltungen ist die europäische Präsenz besonders wichtig. Die Rolle des europäischen Repräsentanten übernahm der Präsident des Verbandes der Europäischen Binnenhäfen, Roland Hörner, der auch der Direktor des Rhein-Neckar Hafens Mannheim ist. Sein Thema war die Rolle der Binnenhäfen im Rahmen der EU Donauraum-Strategie. Felipe Menendez Ross aus Argentinien berichtete über die Entwicklung der Hidrovia Region in Südamerika.

Die wichtigsten Themen des technischen Programms waren Wasserstraßenprojekte auf den verschiedenen Kontinenten und der Wasserstraßenausbau ganz allgemein, die River Information Services und der damit verbundene Datenaustausch, Umweltschutz in Zeiten des Klimawandels, Sicherheit in Betrieb, Ausbildung und Training, Fragen des Ausbaggerns der Fahrwasser, Erhöhung des Frachtvolumens auf den Binnenwasserstraßen (ein Thema, das alle Wasserstraßen außer dem Rhein weltweit betrifft), die Fragen der Schleusen und der Schleusungen, Fragen der Finanzierung des Ausbaues und des Betriebs der Wasserstraßen insbesondere der Schleusenanlagen, allgemeine Themen im IT Bereich, Fischerei, Freizeitschifffahrt und die Personenschifffahrt im Hinblick auf mögliche Konflikte mit der Güterschifffahrt.

Eine Ausstellung interessierter Unternehmen der Branche sowie ein anspruchsvolles technisches Programm rundeten die Konferenz ab. Die europäischen TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit, eines der größten Schubschiffe des Mississippi, die „Martha Ingram" zu besichtigen und über den Luxus an Bord dieses Arbeitsschiffes zu staunen. Zu bestaunen waren auch die vorbeikommenden Schubverbände mit 12 oder 35 Bargen, für Donau-Verhältnisse Gewohnte ein sehr beeindruckendes Bild.

PIANC International, der weltgrößte Verband für wassergebundene Infrastruktur übernahm abschließend in einem Festakt die Verantwortung für die Zukunft von SMART RIVERS. Dieser große Erfolg wird zu einer Ausweitung der möglichen Konferenzorte führen, ist es doch das Ziel, nach Europa und den USA auch Lateinamerika und Asien stärker in SMART RIVERS einzubinden und auch dort entsprechende Konferenzen zu organisieren.

2013 wird die SMART RIVERS Konferenz noch einmal nach Europa zurückkehren und gemeinsam von den Niederlanden und Belgien organisiert werden.

Kontakt

Mag. Otto Schwetz
Tel. +43 1 4000 84264
Fax +43 1 4000 7997
otto.schwetz@tinavienna.at

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