UN-HABITAT 100 Cities Initiative
Die 100 Cities Initiative der Weltsiedlungsorganisation UN-HABITAT hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das Konzept nachhaltiger Stadtentwicklung anhand von 100 Städten weltweit zu diskutieren.
Eine der Städte, die dafür als Pilotstadt ausgewählt wurden, ist Wien. Was anhand von Wiener Planung und Stadtentwicklung innerhalb dieser Initiative untersucht werden soll, ist die Bedeutung die kommunaler Infrastrukturentwicklung für das Leitbild der sozialen und integrativen Stadt zukommt.
TINA VIENNA wird dafür, ausgehend von der Erhebung, die der Ausstellung „Das Wissen Wiens“ zuvorgegangen ist, und die die laufenden Infrastrukturprojekte der Stadt katalogisiert hat, einzelne Projekte identifizieren, die als Diskussionsansätze für städtische Problemlagen von Interesse sind.
Konkret geht es darum, für andere Städte Entscheidungsgrundlagen aufgrund tatsächlich durchgeführter Programme, also praktische Ansätze zu liefern, die von UN-HABITAT als Modellverfahren anderen Städten angeboten werden können.
Die Wiener Methode der kommunalen Entwicklung städtischer Infrastruktur könnte dabei als gesamtstädtische Strategie für viele Städte vor allem in Transitionsländern von Interesse sein. Empfehlungen aus dem Bericht zum Zustand der Städte, den UN-HABITAT jedes Jahr herausgibt, haben eine Kopplung des sozialen Ausgleichs, der kommunalen Ökonomie und dem kommunalen Anteil an der Bereitstellung von Infrastruktur gezeigt. Inwieweit auch neue städtische Technologien mit hohem Forschungsaufwand von Städten entwickelt werden können, auf welchen gesetzlichen Vorgaben Infrastrukturentwicklung beschleunigt werden kann und in welchen Partnerschaften Technologie entwickelt wird, ist das Feld in dem Wien in den nächsten drei Jahren innerhalb der 100 Cities Initiative als Modell untersucht wird.
Die 100 Cities Initiative ist Teil einer internationalen Kampagne, die auf dem World Urban Forum in Rio de Janeiro im April 2010 von UN-HABITAT gestartet wurde. Dafür wurde ein Netzwerk aufgebaut, das die Ergebnisse der einzelnen Kampagnenteile, darunter die 100 Cities Initiative zur methodischen Grundlage nehmen soll. In diesem Netzwerk sind Unternehmen, wie BASF, Lafarge oder Google vertreten, genauso aber auch große Planerassoziationen, wie ICLEI, UCLG, Städte, Regionen und Regierungen, wobei hier das US amerikanische State Department for Housing als eine der Geberorganisationen für die Kampagne zu nennen ist.
Als Teil des Best Practices and Local Leadership Programms von UN-HABITAT, das mit seiner Datenbank zu städtischen nachhaltigen Lösungen, mit über 600 evaluierten Best Practices Modellen eine Grundlage für die Arbeit von UN-HABITAT darstellt, ist die Stadt Wien und ihr Best Practices Zentrum in dieser Kampagne vertreten.
Die ersten Ergebnisse der 100 Cities Initiative werden im Februar 2011 in Alicante auf der ersten 100 Cities Konferenz vorgestellt. Einen ersten Einblick über die einzelnen Städte der Initiative und die verschiedenen Ziele, die anhand dieser Städte untersucht werden, bietet die Website der 100 Cities Initiative unter http://www.100citiesinitiative.org
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