Watermode

Das SEE (South-East Europe) Programmgebiet wird von wichtigen Güterverkehrsströmen, die innerhalb und außerhalb der Region erzeugt werden, gekreuzt. Dieser Verkehr wird hauptsächlich auf Straßeninfrastruktur abgewickelt, die nicht für diese Ströme dimensioniert wurde, was die regionale Wettbewerbsfähigkeit, Umweltschutzthemen wie Luftverschmutzung und Lärm negativ beeinflusst und zudem die Mobilität einschränkt.

Daher ist eine Koordination zwischen Behörden und Betreiber zur effizienteren Nutzung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur notwendig. Gerade der Bereich der Schifffahrt bietet hier ein hohes Potenzial für Verbesserungen. Gerade Maßnahmen zur Verbesserung der Hafeninfrastrukturbenötigen , eine länderübergreifenden Koordination, um die Optimierung der Maßnahmen und die Wettbewerbsfähigkeit der multimodalen Transportlösungen zu erhöhen. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit der Demonstration, in welchen Fällen die multimodalen Land - Wasser Verkehrslösungen im Vergleich zum Straßenverkehr effizienter sind. Nur dann werden sich Investitionen auf den Ausbau der Wasserstraßen und der Häfen konzentrieren.

Mit dem durch das SEE-Programm der Europäischen Union ko-finanzierten Projekt WATERMODE soll daher eine bessere Koordination der Verkehrspolitik und eine effizientere Umsetzung von multimodalen Logistikkooperationen, insbesondere der Nutzung der Land - Wasser Verbindungen im Wettbewerb mit dem Straßenverkehr, zu fördern. Das Projekt WATERMODE, das im Juni 2009 begonnen wurde, will dabei v. a. die Potenziale der Wasserstraßenin den Regionen aufzeigen und zur Integration der See- und Binnenschifffahrt in der Logistikkette beitragen.

Dies geschieht durch eine Reihe von Maßnahmen:

  • Die Definition von Indikatoren zur Bewertung der Potenziale und Eigenschaften von See- und Binnenhäfen und der multimodalen Einrichtungen innerhalb des Programmgebiets;
  • Die Einrichtung einer Datenbank zu multimodalen Einrichtungen im Projektgebiet, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Betreiber (Routenplaner, Logistikdienstleister) sowie als Instrument im Entscheidungsfindungsprozess öffentlicher Akteure;
  • Die Schaffung eines transnationalen Netzwerks zur Koordination von Politiken zur Förderung des multimodalen Verkehrs und der Valorisierung von See- und Binnenschifffahrt, als Alternative zum Straßenverkehr;
  • Die Analyse der Wettbewerbsfähigkeit des kombinierten Verkehrs im Vergleich mit dem Straßenverkehr entlang drei vordefinierter Routen mit Einbeziehung der externen Kosten bei der Gesamtbewertung;
  • Die Verbesserung der Verbindungen zwischen Hafeninfrastrukturen und dem Hinterland;
  • Der Vergleich der aktuellen Sicherheitsausbildungspraktiken in Häfen und Logistikeinrichtungen.

Umgesetzt wird das Projekt von 15 Partnern aus neun Ländern unter der Leitung der Hafenbehörde Venedig. Die Partnerschaft umfasst eine große Anzahl der wichtigsten Seehafeninfrastrukturen des SEE-Raums, sowie VertreterInnen der Interessengruppen der Binnenschifffahrt. Mit dabei sind u. a. Häfen, regionalen und nationalen Behörden, Forschungseinrichtungen und Entwicklungsagenturen.

TINA VIENNA unterstützt den österreichischen Partner, die Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM), in ihrer Tätigkeit.

Kontakt

DI Rainer Müller
Tel. +43 1 4000 84267
Fax +43 1 4000 7997
rainer.mueller@tinavienna.at

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