Wiener Wirtschaftsdelegation in Warschau
Datum: 09.12.2010
Ort: Warschau
TINA VIENNA nimmt teil
Foto (© Stadt Wien): Vizebürgermeister Jaroslaw Kochaniak,
Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner & Handelsdelegierter Dr. Ernst Kopp
Von 9. bis 11. Dezember 2010 besuchte eine Wiener Wirtschafts- und ExpertInnendelegation, unter Leitung von Vizebürgermeisterin Mag. Renate Brauner, die Stadt Warschau, um Wiener Lösungen und Wiener Unternehmen im den Bereichen Abfallwirtschaft, Energie sowie Gesundheitswesen zu präsentieren und Kooperationen zu fördern. An dem Besuch waren von Wiener Seite u.a. auch DI Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding, und DI Alexandra Vogl MSc von TINA VIENNA sowie zahlreiche VertreterInnen Wiener Unternehmen beteiligt.
Im Rahmen eines Treffens zwischen Vizebürgermeisterin Brauner und der Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz wurde das gute Verhältnis zwischen beiden Städten betont und auf die enge Verbindung zwischen den beiden - aufgrund ihrer Größe und EinwohnerInnenzahl sehr ähnlichen - Städte hingewiesen.
Weiters wurden die Aktivitäten der polnischen Stadt im Bereich der Ausrichtung der EURO 2012 besprochen. Aufgrund der Austragung der EURO 2008 konnte Wien hier im bilateralen Fachaustausch mit seinem Know-how Unterstützung bieten.
Im Gespräch mit Vizewirtschaftsminister Rafal Baniak wurde eine verstärkte Kooperation im Bereich der Public-Private-Partnerships als Zielsetzung genannt. Auch hier hat Wien aufgrund seiner Erfahrungen eine Vorbildfunktion für Polen inne.
Im Rahmen eines Roundtables präsentierte die Stadt Wien in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich und Wiener Unternehmen am 10. Dezember ihr urbanes Know-how in den Bereichen Abfallverwertung/Energie, Gesundheitswesen und PPP-Modelle den polnischen VertreterInnen. Der Roundtable wurde von Vizebürgermeisterin Brauner und Vizebürgermeister Kochaniak eröffnet. Im ersten Teil wurde das öffentliche Gesundheitswesen der Stadt Wien vorgestellt sowie über Gesundheit und Wellness im kommunalen Kontext gesprochen. Anschließend präsentierte Alexandra Vogl die Rolle der TINA VIENNA und gab einen Überblick zu den Wiener Strategien und Lösungen im Bereich der urbanen Technologien. Genauer erläutert wurden daraufhin die Abfallwirtschaft der Stadt Wien im Hinblick auf EU-Rechtsnormen sowie das Wiener Modell im Bereich Energie und Fernwärme. Am Beispiel des Pilotprojekts „Nordbahnhof" wurden die Vor- und Nachteile von PPP-Modellen aus Wiener Sicht diskutiert und einige Wiener Erfolgsbeispiele in diesem Bereich wurden vorgestellt. Vor allem die Themen Abfallwirtschaft/Müllverbrennung und Public Private Partnership stießen bei den anwesenden Entscheidungsträgern aus Polen's Kommunal- und Regionalpolitik auf großes Interesse.
Polen stellt zur Zeit eine der dynamischsten Volkswirtschaften Europas dar. Mit diesem Wiener Besuch in der polnischen Hauptstadt soll die Kooperation zwischen beiden Ländern gestärkt werden um so gemeinsam Lösungen für kommunale Fragen zu finden. Dieses Vorhaben wird auch durch ein Kooperationsübereinkommen, das derzeit vorbereitet wird, unterstützt.